Eindrücke vom Firefox OS App Day 2013

Am 15. November veranstaltete die Firma net Mobile AG in Zusammenarbeit mit Mozilla einen Programmierwettbewerb in Ihrem Zukunftslabor.

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Die Düsseldorfer Firma net Mobile AG (net-m) engagiert sich stark im Umfeld des jungen Betriebssystems aus dem Hause Mozilla. Der Firefox OS App Day fand als Veranstaltung im Rahmen des net-m Innovation [L]apps, mit dem net-m junge Entwickler mit innovativen Ideen fördert und fordert, statt. Firefox OS bildet mit seinem frei zugänglichen Quellcode und durch die Verwendung ausschließlich offener Webstandards wie HTML, CSS und Javascript eine perfekte Basis. Jeder einzelne der Community ist aufgerufen zur Verbesserung des Systems beizutragen. Diesen besonders wichtigen Gedanken griffen die Mitarbeiter bei net-m auf und inszenierte vom 15. bis 16. November einen Mix aus Workshops und Programmierwettbewerb, den Firefox OS App Day 2013.

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Das vorrangige Ziel für Gäste der Veranstaltung bestand sicherlich im Programmieren von Webanwendungen und Erweiterungen zu den Gebieten Kinder, Lehre, Gesundheit und Business. Besonders interessant war die Teilnahme für junge Entwickler aber nicht nur aufgrund der Aussicht auf einen Preis, den es für das beste Ergebnis gab. In lockerer Atmosphäre hatten die Teilnehmer ebenfalls Gelegenheit Fachvorträgen zu lauschen und eigene Ideen mittels der Unterstützung von Experten wachsen zu lassen. Christian Heilmann, ein Mozilla Developer Evangelist, gab sich auch die Ehre, auf Fragen des Auditoriums zu antworten.

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Am Ende des Entwicklungssprints urteilte eine Jury bestehend aus Theodor Niehues, Dieter Plassmann (beide Vorstandsmitglieder bei net-m) und Marcus Ross (Autor und Trainer in der JavaScript Community) über die Ergebnisse. Gekürt wurde eine Erweiterung für Firefox OS, die das Smartphone stumm schaltet, sobald man es mit dem Display nach unten auf den Tisch legt. Die erfolgreichen Entwickler waren die Studenten Leonard Arnold (Universität Münster) und Maximilian Häring (Universität Bonn), welche sich nun über eine gewonnene Reise zum Mobile World Congress 2014 in Barcelona freuen dürfen.

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FxPhone: Huawei Ascend Y300II

Der Technikausrüster Huawei plant die Einführung eines ersten Firefox OS Smartphones unter dem Dach von Telefonica.

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Trotz der Aussage sich vorerst noch mit angezogener Bremse an das Thema Firefox OS heranzugehen, kündigte Huawei nun das erste Gerät für das mobile Betriebssystem an. Angaben der Seite cnbeta.com zufolge wird das Ascend Y300II- ein Bruder des Kassenschlagers Ascend Y300, noch im ersten Quartal 2014 in den Läden Venezuelas erscheinen, ein Start für Deutschland ist nicht bekannt. Das besondere wird der Dual-Core Prozessor sein, der kommenden Betriebssystemversionen von Firefox OS besser gewappnet sein wird. Im Punkt Arbeitsspeicher dagegen hat Huawei keine Spendierlaune bewiesen, das Smartphone wird mit gängigen 512MB ausgestattet sein. Ebenfalls gespart hat wurde bei der SD-Karte, welche wohl signalisiert, dass man das Thema WebApp sehr ernst nimmt und lokal mit wenig Daten rechnet. Wem es trotzdem nicht reicht, der kann nachrüsten bis 32GB.

  • Betriebssystemversion: Firefox OS v1.2
  • Prozessor: 1GHz dual-core
  • RAM: 512MB
  • Speicher: 4GB, bis 32GB ausbaubar
  • Kamera : 5 Megapixel auf der Rückseite, 0.3 Megapixel auf der Vorderseite
  • Bildschirmgröße: 4 Zoll
  • W-LAN, Bluetooth, Sensoren

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Appvorschau: Manana – Artikel offline lesen

Die noch sehr junge App Manana macht es sich zur Aufgabe im Internet gefundene Artikel für eine spätere ggf. offline stattfindende Betrachtung zur Verfügung zu stellen.

Die Idee Inhalte aus dem Netz für eine Offline-Nutzung zu synchronisieren ist nicht neu. Es ist aber eine sehr komfortable Funktion, welche es für FxOS selbst noch nicht gibt. Dazu folgendes Gedankenspiel aus meiner persönlichen Welt: Als ich noch Langstreckenpendler war, führte mich meine Reise mit dem Zug immer wieder durch schlecht mit mobilem Internet versorgte Regionen. Auf dem Bahnhof habe ich dann immer im Schnelldurchlauf Artikel meiner beliebtesten News-Seiten synchronisiert, später im Zug gelesen. Derer Beispiele gibt es sicher noch ein paar mehr. Wie schlägt sich die App nun im Detail?

Nach dem Laden der App aus dem Marketplace stöberst du ganz gewohnt mit dem systemeigenen Browser im WWW. Stößt du auf einen Artikel, den du gern zu einem späteren Zeitpunkt lesen willst, übergibst du ihn mittels der Lesezeichenfunktion an Manana. Die App beginnt mit der Synchronisation.

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Beim initialen Synchronisieren wird alles textbasierte heruntergeladen. Dafür kommt laut Entwicklerteam die Readability Developer API zum Einsatz. Die Ergebnisse waren alle sehr ansehnlich, hier eine etwas komplexere Seite als Beispiel, links das Original im Browser, rechts die Version in Manana:

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Du erreichst deine Sammlung über das Menü von Manana, in dem du die Artikel mit Tags versehen und sortieren kannst.

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Hat die App die Möglichkeit während des Abrufens deines gespeicherten Artikels ins Netz zu gelangen, werden weitere Inhalte wie Bilder und Videos nachgeladen. Damit erfüllt die App die beschriebenen Funktionen in vollem Umfang und ist als Begleiter trotz Trend zur omniverfügbaren Cloud nützlich.

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Erste Malware für Firefox OS

Der erst 17 jährige Shantanu Gawde hat vor auf dem Ground Zero Summit 2013 die erste Malware für FxOS zu präsentieren.

Shantanu Gawde ist seines Zeichens unabhängiger Sicherheitsberater und hüllt sich über konkrete Ausprägungen seiner Malware in Schweigen. Er behauptet mittels Fernzugriff über die SD-Karte Zugriff auf Kontakte, Bilder, Musik, Videos, die geographische Lage des Benutzers und Funktionen der Funkschnittstelle zu bekommen. Nach seinen Aussagen ist es nicht möglich den Angriff der Malware festzustellen oder sie zu stoppen. Wie genau es funktioniert, will er auf der großen asiatischen IT-Sicherheitskonferenz, dem Ground Zero Summit in Indien vorstellen.

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Sebstverständlich geht es ihm nicht darum Entwickler mit bösartigen Absichten zu inspirieren, sondern sie dazu zu motivieren, die Sicherheit der Plattform zu verbessern.

Die Mozilla Gemeinde spekuliert indes munter daher, wie die ernstzunehmende Gefahr des jungen Gawde funktioniert. Man vermutet, dass es nicht ohne die Nutzung von Entwickleroptionen geht, welche zwar auf jedem Gerät vorhanden, in der Grundeinstellung aber deaktiviert sind. Ferner geht man davon aus, dass es eine physikalische Verbindung zwischen Smartphone und Computer bedarf. Allerdings passt das nicht zur Aussage, man könne die Attacke nicht stoppen.

Nach dem 10. November wird es Mozilla spätestens möglich sein, passende Gegenmaßnahmen einzuleiten.

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